Sonntag, 22. Februar 2026

Konfi-Kunst


Es ist eine gute Tradition, dass es jedes Jahr ein Konfi-Kunst-Projekt gibt, bei dem Bernd Gerstner eine entscheidende Rolle spielt. Mit ihm entwickeln wir als Pfarrteam eine Idee, was zu dieser Konfi-Gruppe passen könnte. Bernd Gerstner macht sich dann weitere Gedanken, bereitet einiges vor und begleitet die Konfis in ihrem kreativen Tun. An den gemeinsamen Terminen holt Bernd Gerstner viel mehr aus den Konfis heraus, als sie sich selber zugetraut hätten! Das ließ sich zuletzt bei den Stelen beobachten, die auf dem Friedhof stehen. Manche Konfis erklärten ihre Stele für „fertig“, obwohl sie noch nicht besonders präsentabel war. Dann kam Bernd Gerstner, gab ein paar Tipps zur Technik – und schon hat jede Stele an Ausdruck sehr gewonnen.

In diesem Jahr hatten wir uns schon vorab zu dritt zusammengesetzt, aber eine richtig zündende Idee wollte sich nicht finden lassen - bis zu der Friedhofserkundung mit den Konfis. Dort erzählte der Bestatter Axel Hahn, wie gut es tun kann, einen Sarg zu bemalen, um die Trauer zu verarbeiten. So sind wir auf die Idee gekommen, mit den Konfis einen Sarg zu gestalten, der uns von Jürgen-Gregor-Bestattungen kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Alle Konfis wurden gefragt und waren mit diesem ungewöhnlichen Projekt einverstanden. Sie haben gemeinsam „zwischen Himmel und Erde“ gemalt und dabei die Scheu vor dem Sarg verloren. So haben sie hoffentlich begriffen, dass man Trauer etwas entgegensetzen kann und sich von Trauer nicht nur lähmen läasst.

Der Sarg wird in der Osterzeit in der Kirche stehen und wird in Gottesdiensten eine Rolle spielen. Was anschließend mit dem Sarg geschieht, das ist noch offen. Er könnte einen Platz in der Ausstellungshalle beim Bestatter finden oder auch für eine Beisetzung infrage kommen.

F. Stoellger

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