Donnerstag, 7. Mai 2026

2000 Euro für "Fortuna Gambia" und ein bewegender Konfi-Gottesdienst


Gott spricht: „Siehe ich mache alles neu“. Unter dem Motto der Jahreslosung 2026 feierten die Konfirmandinnen und Konfirmanden am Sonntag, den 19.4.26, den „Konfi-Gottesdienst“, der die in früheren Zeiten übliche „Prüfung“ vor der Konfirmation ersetzt.

Konzentriert hatten sie sich an zwei Konfi-Samstagen darauf vorbereitet, Interviews auf der Straße geführt („Was würden Sie gerne neu machen?“) und lange To-Do-Listen ausgearbeitet – einmal aus Sicht der Menschen für Gott (Was würden wir Gott gerne auf die Liste setzen?), danach aus der Sicht Gottes für uns Menschen (Was würde Gott wohl uns auf die To-Do-Liste setzen?). Noch Wochen nach der Konfirmation schmückten die von den hohen Altarfenstern herabhängenden meterlangen Listen den Altarraum.

Im Mittelpunkt des Abendgottesdienstes stand die Erzählung vom blinden Bartimäus, die von den Konfis ebenso schlicht wie ausdrucksstark als Anspiel dargeboten wurde. Danach betrat der von Jesus geheilte Bartimäus die Kanzel und erzählte, was es für ihn bedeutet hat, mit einem Mal alles neu zu sehen. Drei Konfirmandinnen waren in seine Haut geschlüpft und beeindruckten mit tiefsinnigen und sensiblen Gedanken, die einer „professionellen“ Predigt in nichts nachstanden. Für einen Momenten fragten sich Pfarrteam und Vikarin, wozu sie hier eigentlich noch gebraucht werden …

Doch Worte sind nicht alles. Christlicher Glaube verbindet Wort und Tat, Verkündigung und Diakonie. Und dass unsere Konfis nicht nur über kluge Köpfe, sondern auch tatkräftige Hände und große Herzen verfügen, belegten sie mit der folgenden Spendenübergabe. Aus dem Erlös der Christbaumaktion, die sie unter widrigsten Winterverhältnissen im Januar durchgeführt hatten, übergaben sie in Form eines symbolischen Schecks 2000 Euro an den Heddesheimer Verein „Fortuna Gambia“, um die Verschiffung eines Containers mit Hilfsgütern in das kleine westafrikanische Land mitzufinanzieren. „Wir wollen in Gambia Perspektiven schaffen, Fluchtimpulse verhindern, die Lebensumstände dort verbessern und Hilfe zur Selbsthilfe leisten erklärte Mario Sanko von dem Verein „Fortuna Gambia“ und dankte zusammen mit ihrem Ehemann herzlich den Konfis für ihren Einsatz und die großzügige Spende.

„Gib uns Ohren, die hören, und Augen, die sehn, und ein weites Herz, andre zu verstehn“ lautete die zentrale Bitte, die von der Gemeinde zu den anschließenden Fürbitten der Konfis angestimmt wurde. Den stimmgewaltigen Schlusspunkt setzte der Elternchor unter der Leitung von Frank Aranowski mit dem Choral: „The lord bless you an keep you“, bevor alle Besucher eingeladen waren, den Abend im Gemeindehaus bei Sekt und Selters gemütlich ausklingen zu lassen.

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