Ja, in diesem Jahr war´s in Gernsheim echt „heiß“. Das lag zum einen an den hohen Temperaturen von über 30 Grad und den schlafraubenden Schnaken in den Zimmern des Jugendhauses „Maria Einsiedel“, aber auch an der Gesamtzahl von rund 50 mitgereisten Kindern und Jugendlichen. Etwa die Hälfte davon machten die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden aus. Die andere Hälfte bestand aus konfirmierten Jugendlichen, die sich als „Teamer“ (Jugendmitarbeiter) angemeldet hatten. Ob das gut gehen konnte? Wir, das Pfarrteam und Vikarin Rahel Brutscher, hatten im Vorfeld lange an dem Programm gefeilt – und waren dankbar, dass neben Nicole Schober auch noch der Jugendausschuss mit Alexander Knoll und Thomas Joachim seine Unterstützung zugesagt hatte. Das war Gold wert.
Wobei
es uns die Konfis und Teamer aber auch leicht gemacht haben: Ob bei der Jagd
nach Bibelworten und dem „Gemeindeeignungstest“ am Freitag, den
Kleingruppenarbeiten am Samstag oder dem gemeinsam gestalteten Gottesdienst am
Sonntagvormittag, die Beteiligung war meist gut und konzentriert – zumal ja
auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kamen. Vor allem die Wasserschlacht am späten
Samstagnachmittag machte Laune, bei der Pfr. Rafflewski und Vikarin Brutscher
gleich eimerweise überschüttet wurden. Lediglich bei der daran anschließenden
Schnitzeljagd gab es ein paar lange Gesichter: Auf einer Strecke von rund 6
Kilometer hatten die Teamer nachmittags Holzfische in Feld und Wald platziert,
die zu einem „Schatz“ führen sollten. Leider war ein Fisch zu gut versteckt
(oder vielleicht von einem Vogel gefressen worden?), so dass die Reise für die
meisten Konfis mit leeren Händen zurück ins Jugendhaus führte. Immerhin: Fünf
Konfis wollten den Schatz nicht verloren geben, und machte sich mit Pfr.
Rafflewski in einer Kleingruppe auf die Suche, die nach kurzem Hin und Her
tatsächlich ans Ziel führte. Als Belohnung gab´s eine Fruchtgummibox – und
abends beim „Public-Viewing“ den 2 zu 1 Sieg von Deutschland gegen die
Elfenbeinküste.
Und was wir den neuen Konfis auch noch zugutehalten müssen: Mit der Rückfahrt am frühen Sonntagnachmittag war ja noch nicht Schluss. Abends, in dem von Pfr. Steffen Götze (einem früheren Heddesheimer Vikar) wunderbar gestalteten Gottesdienst, stand ja noch die Vorstellung der Konfis vor der Gemeinde an. Aber selbst da gab´s kein Gemurre. Trotz des fehlenden Schlafs in den Knochen waren alle gekommen und ließen sich vom Pfarrteam bereitwillig nach vorne rufen, wo jede und jeder noch einmal seinen Taufspruch zugesprochen bekam. Danach gab´s den Segen für die Konfis und eine kurze Fotopause für die Eltern. Sogar der anschließende Empfang bei „Sekt & Selters“ im Kirchgarten war gut besucht. Ein toller Anfang!




