Donnerstag, 11. Juli 2024

Familiengottesdienst auf dem Dorfplatz


 

Einweihung der Insektenkirche am Badeseerundweg


„Warum gehen Bienen nicht in die Kirche? – Weil sie In-Sekten sind.“

Manche Kalauer habe nicht nur einen langen Bart, sie liegen auch schlichtweg falsch. Wer sagt denn, dass Bienen nicht in die Kirche gehen bzw. fliegen? Seit Samstag, den 6. Juli 2024, steht am Rundweg um den See auf Höhe der Wegbiegung bei Luthereiche und Ökumenebank eine Insektenkirche, die von Konfis und Eltern beim Konfi-Elterntag am 14. Oktober 2024 unter fachkundiger Leitung von Frau Marianne Landenberger vom BUND Heddesheim und mit tatkräftiger Unterstützung von „Kirchenschreiner“ Bruno Rafflewski und Wolfgang Geiger entstanden war.

Die Aufstellung des Rahmens auf der vom Bauhof gemähten Fläche erfolgte am 2. Juli – mit tiefen Bodeneinschlagankern, um auch an stürmischen Tagen die Standsicherheit zu gewährleisten. Vier Tage später legten die Jugendlichen letzte Hand an und befüllten die „Räume“ mit den zuvor präparierten Materialen. Dabei kamen sorgsam geschliffenes Schilfrohr und angebohrte Hartholzstücke ebenso zum Einsatz wie Ziegelsteine, Stroh und Tannenzapfen. Zuletzt wurde die Einflugseite mit einem Gitternetz bzw. „Hasendraht“ verschlossen, um zukünftige Mieter vor hungrigen Vögeln zu schützen.

Bei der anschließenden „Einweihung“, bei der auch Martin Tangl für den Mannheimer Morgen vor Ort war, erklärte Maria Landenberger den hohen Wert und Nutzen der Wildbienen für die heimische Natur. Beim Anstoßen mit Sekt und Selters dankte Pfr. Rafflewski neben Frau Landenberger und den beteiligten Jugendlichen auch der Umweltbeauftragen unserer Kommune, Angelika Hornig, sowie den Mitarbeitern des Bauhofs für die zuvorkommende Unterstützung. Als kleine Stärkung gab´s Schnittchen mit Heddesheimer Imkerhonig – was sonst!



Dienstag, 30. April 2024

Herzlichen Glückwunsch zur Konfirmation!

Die Evangelische Kirchengemeinde gratuliert ihren Konfirmierten ...


... und bedankt sich herzlich beim Elternchor und Posaunenchor für die tolle musikalische Begleitung, bei der Floristin Hedwig Christophel für die absolut einmalige Altargestaltung mit Rollrasen und "fliegenden" Blumen (getreu dem Motto: "Da berühren sich Himmel und Erde") und bei dem Fotografen Marcus Schwetasch für das schöne Konfifoto (Bildmitte).

Montag, 15. April 2024

Konfis fördern "Grüne Schulen in Indien"


Beim Konfigottesdienst am 14. April 2024 übergaben die Konfis einen symbolischen Scheck über 2000 Euro aus dem Erlös der Christbaumaktion an Herrn Pfarrer Starck zugunsten des Projektes "Grüne Schulen in Indien". Die Begründung der Konfis lautet wie folgt (Auszug aus dem Gottesdienst):

"Wir haben uns entschieden, dass wir das Geld an das Konfidank-Klimaschutz-Projekt „Grüne Schulen in Indien“ der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) spenden: Da Indien bereits heute schon sehr stark vom Klimawandel betroffen ist, ist es unser Ziel, dass Schulen in Südindien mit Solarzelle und Wasseraufbereitungsanlagen ausgestattet werden. Schüler und Lehrer sollen fächerübergreifend im Umweltschutz unterrichtet werden. Das bedeutet, dass sie z.B. lernen, wie man Pflanzen einpflanzt und sie richtig pflegt. Sie lernen auch, wie man den Müll richtig trennt und entsorgt, und noch viel mehr. Wir freuen uns, dass Herr Pfarrer Starck, der Beauftragte für den Kirchlichen Entwicklungsdienst unserer Landeskirche, heute zu uns kommen konnte und noch etwas zu dem Projekt sagen kann."

Nach dieser Begrüßung hob Herr Starck noch einmal die Bedeutung des Projektes hervor und dankte ganz herzlich den Konfis für ihren großen Einsatz. Die Übergabe des symbolischen Schecks wurde auch von der Presse festgehalten und brachte den Konfis einen schönen Artikel mit Bild im Mannheimer Morgen ein.

Dienstag, 12. März 2024

Auf in den Kampf - mit Staubwedel und Schrubber


Kurz vor Ostern mit Blick auf die anstehende Konfirmation war es so weit: Die Kirche brauchte mal wieder eine Grundreinigung. Es war zwar nicht so, dass sich Staub und Spinnenweben über Jahrhunderte gesammelt hätten, aber allein im Laufe eines Jahres war da ganz schön viel an Schmutz zusammengekommen. 

Aus diesem Grund hatten wir alle Konfis und Eltern nebst hauseigenen Putzgeräten am Samstag, den 9. März, ab 8.00 Uhr zum großen „Kirchenputz“ in die Evangelische Kirche eingeladen. Der Tag war  zwar nicht ideal, da zeitgleich der Elternchor im Gemeindehaus probte und unsere Konfis derzeit gefühlt an jedem Samstag gefordert sind, dennoch hatten sich über den Vormittag verteilt genügend Helferinnen und Helfer eingefunden, die mit großer Lust und Motivation ans Werk gingen. Eifrig wurde gefegt, gesaugt und gewischt – im Kirchenschiff, im Altarraum, in den Treppenhäusern und auf der Empore. Sämtliche Kirchenbänke und Ablagen wurden gereinigt, Wärmdecken gefaltet, Wachsspuren beseitigt und Fenster, Decken und hohe Winkel mit Hilfe von Teleskopstangen von Spinnenweben befreit. Neben der Sakristei konnten sogar die Treppenhäuser entrümpelt werden, in denen sich über Jahre Bühnenelemente von Musical-Aufführungen gestaut hatten. Es war ein gelungener Kirchenputz, der seinem Abschluss beim gemeinsamen Pizzaessen im Gemeindehaus fand. Herzlichen Dank an unsere putzwütigen Konfis, Eltern und sonstigen Helfern.

Donnerstag, 29. Februar 2024

Passions- und Osterspiel im KU

Passion und Ostern sind Herzstücke des christlichen Glaubens. Es geht um ebenso zentrale wie komplexe Themen: Schuld und Vergebung, Verbundenheit und Gemeinschaft, Tod und Auferstehung und die Frage nach dem „Danach“. Die Thematisierung im Konfi-Unterricht ist Pflicht, birgt aber auch die Gefahr einer Überforderung – zumal schon die biblischen Grundlagen nicht mehr als bekannt vorausgesetzt werden können.

Bei der Vermittlung haben wir darum erstmals auf eine Methode zurückgegriffen, die bis ins Mittelalter zurückreicht: Um Menschen ohne theologischem Vorwissen biblische Inhalte nahe zu bringen, wurden biblische Erzählungen und kirchliche Legenden szenenartig aufgearbeitet und als „geistliche Spiele“ in einem Wechsel von Texten, Dialogen und Liedern erfahrbar gemacht. Die Darsteller waren meist Laien, die Spielorte flexibel. Bei „Prozessionsspielen“ wurden verschiedene Szenen an verschiedenen Orten aufgeführt und im Rahmen eines Umzugs gemeinsam begangen wurden. Alle Teilnehmenden waren damit Teil der Geschichte. Und genau das wollten wir beim Konfitag am Samstag, den 24. Februar, erreichen.

Nach einer kurzen Hinführung zum Thema Passion und Ostern konnten die Konfis zwischen vier Gruppen wählen, um sich vormittags mit jeweils einer biblischen Erzählung auseinanderzusetzen. Eine fünfte Gruppe wurde von unseren Teamern (Jugendmitarbeitern) gestaltet. Methodisch vielfältig ging es dabei zur Sache: Während sich eine Gruppe gleich in die szenische Gestaltung stürzte, machte sich eine andere ans Brotbacken, eine weitere bereitete ein Passamahl vor und wieder eine andere griff zu Stift, Papier und Schere, um eine großformatiges Szenebild zu Gestalten. Wobei alle Beiträge im Dienst der Aufführung am Nachmittag standen.

Diese erfolgte in der Art eines „Prozessionsspiels“, das in großer Runde einmal durch die Räume des Gemeindehauses führte. Den Anfang machte die Station „Abendmahl“ im hintersten OG-Raum, wo Jesus mit den Jüngern das Passamahl hielt und mit der Ansage seines Verrats für Verwirrung sorgte. Singend („Laudate omnes gentes“) ging es weiter in den Nachbarraum, der zum Garten Gethsemane umgestaltet war. Mit dem Taizélied „Bleibet hier und wachet mit mir“, das von Teamerin Irmi an der Querflöte begleitet wurde, waren alles Konfis in die Szene mit einbezogen.

Die Verhandlung vor Pilatus erfolgte in dem mit Musical-Requisiten bunt geschmückten Bastelraum. Eindrucksvoll war die Darstellung von Jesus aber auch das Spiel der Hohenpriester, die mit lauten Rufen und Pappschildern die Anwesenden zum Mitrufen animierten („kreuzigt ihn!“).

Nachdem Pilatus schließlich das Urteil verkündet und seine Hände „in Unschuld“ gewaschen hatte, ging der Zug weiter in die Aula. Schweigend verfolgten die Konfis als schaulustige Menge von der umlaufenden Galerie aus, wie das schwere Holzkreuz im EG aufgerichtet wurde. Dabei erinnerten die Teamer begleitet von harten Hammerschlägen an die Schuld, die wir Menschen aktuell an Kriegen, Krisen und Zerstörung tragen. Anschließend machten sich die Konfis auf den Weg nach unten vorbei am Kreuz in Richtung der fünften und letzten Station im Gemeindesaal.

Hier wurde die Geschichte von den beiden Emmausjüngern aufgeführt: In tiefer Trauer über den Tod Jesu hatten sich diese von Jerusalem aus auf den Heimweg gemacht. Als ein Fremder ihren Weg teilte, schütteten sie ihm ihr Herz aus und baten ihn, über Nacht in ihrem Haus zu bleiben. Und da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen. Als sie gemeinsam am Tisch saßen, erkannten sie beim Brotbrechen den Auferstandenen. Und weil Freude am schönsten ist, wenn man sie teilen kann, luden die beiden Emmausjünger alle „Zaungäste“ (= Konfis) mit an den gedeckten Tisch zu einer kleinen Agapefeier mit frisch gebackenem Brot und Traubensaft ein. Mit dem Lied „Von guten Mächten“, das von Konfirmandin Julia am Klavier begleitet wurde, dem Vaterunser und dem gemeinsam gesprochenen „Konfisegen“ endete ein höchst stimmungsvoller und eindrucksstarker Konfirmandentag.