Sonntag, 5. Oktober 2025

DANKE für den Einsatz!

Erntedank 2025: Wir sagen "Danke!" an alle Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben - darunter viele Konfis, Teamer und Eltern, die gekocht, gebacken, aufgebaut, bedient und abgebaut haben. Ihr wart super!!!

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Der neue Konfijahrgang: mit viel Lust und Motivation

Der neue Konfi-Jahrgang ist klein. Nur 20 Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich eingefunden. Aber diese sind mit großer Lust und Motivation dabei, wie bereits im Juli das gemeinsame Wochenende in Maria Einsiedel bei Gernsheim zeigte (Foto links: Grillabend). 

Im Mittelpunkt der verschiedenen Kleingruppen am Samstag standen die Bibel und die Frage nach Gott. Dabei erwiesen die Konfis besonders viel Freude und Talent bei der pantomimischen Darstellung biblischer Erzählung: Weitgehend selbständig bereiteten sie eine zugeloste Erzählung als wortloses Schauspiel vor, das sie gegen Abend im „Konfi-Theater“ aufführten. Anschließend sollten die Zuschauer die Geschichte erraten, was sich für die Konfis als ein leichtes Spiel erwies. Denn allen Unkenrufen zum Trotz: Unsere Konfis besitzen ein z.T. überraschend hohes biblisches Wissen, wie sich bereits am Vorabend zeigte, als es darum ging, verschiedene Gegenstände biblischen Personen zuzuordnen. Oder hätten Sie bei einem Stein mit roter Farbe gleich an das in der Apostelgeschichte überlieferte Martyrium von Stephanus gedacht?

Ebenfalls erfreulich war der große Einsatz unserer Teamerinnen und Teamer (Jugendmitarbeiter), die sich im Unterschied zu den Konfis in hoher Zahl eingefunden hatten. Fast hätte es für eine 1:1-Betreuung gereicht.

Sie sorgten für einen reibungslosen Ablauf, einen leckeren Grillabend und eine spannende nächtliche Fisch-Rallye, die Teamer Julius mit großem Aufwand vorbereitet hatte: Überall im Wald waren aus Holz geschnitzte an Bäumen baumelnde oder mit Ästen auf dem Boden gelegte Fische versteckt. Sie wiesen bei der nächtlichen Nachtwanderung den Weg zu den Fischgründen, einem kleinen angestauten Bach im Wald. Dort angekommen dauerte es nicht lange, bis die erste Konfine die Angelschnur entdeckt hatte, die von einem Baumast ins trübe Wasser führte. Zunächst schien der Fang enttäuschend auszufallen: An ihrem Ende schwamm eine blaue Mülltüte. Doch in der Tüte tummelten sich haufenweise Fische der Marke Haribo und andere Süßigkeiten. So muss sich Petrus beim „wunderbaren Fischfang“ gefühlt haben.

Mittlerweile hat sich der gute Eindruck auch an anderer Stelle bestätigt: Ob bei Gottesdiensten oder dem Erntedankfest, wo immer wir um Unterstützung bitten, müssen wir nicht lange auf positive Rückmeldungen warten. Die Konfis sind einfach dabei. So macht die Arbeit richtig Spaß!




 



Freitag, 18. April 2025

Eine starke Gemeinschaft!

Das Tischabendmahl am Gründonnerstag im Altarraum der Kirche – zum zweiten Mal erst haben wir es gefeiert, doch es ist schon jetzt nicht mehr wegzudenken. Die Resonanz war einfach großartig, die Stimmung wunderbar, der Gottesdienst inspirierend und besinnlich und das überwiegend von Konfi-Eltern gespendete Buffet einfach mega-lecker!

Vorbereitet hatten den Gottesdienst Pfarrerin Franziska Stoellger und Vikarin Salome Lang zusammen mit einem Team aus Konfi-Müttern – unterstützt von Konfis, die unter Leitung von Thomas Joachim noch am letzten Konfisamstag die Fürbitten formulierten. Für die stimmungsvolle Musik waren Benedikt Friedrich-Lang (Violine), der Ehemann unserer Vikarin, und Martina Jochim (Orgel, Flügel, Gesang) verantwortlich. Auf- und Abbau erfolgte über ein starkes Freiwilligenteam aus Konfis und Konfi-Eltern sowie Gästen, die spontan mit anpackten.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieser Feier beigetragen haben. Fortsetzung folgt im nächsten Jahr, wenn dank der geplanten Umstellung der ersten Bankreihe noch mehr Platz zum Feiern sein wird.

Sonntag, 30. März 2025


Okay, das Keyboard ist gerichtet, ebenso die Stühle für den Chor. Auch der Flügel ist zurechtgeschoben. Die Lieder sind angeschlagen, die Mikrofone mit neuen Mikros versehen, die Requisiten vorbereitet, die Scheinwerfer ausgerichtet, die Agenden für die Sprecherinnen und Sprecher vorbereitet. Jetzt nur noch den großen Papp-Baum vor dem Taufstein aufrichten und die Konfikerzen entzünden – und dann hoffen, dass alle pünktlich kommen. Denn heute war ja Zeitumstellung, leider zu Ungunsten der beteiligten Konfirmandinnen und Konfirmanden, die eine Stunde weniger Schlaf hatten.

Aber es hat geklappt: Pünktlich um 10 Uhr konnte der Konfigottesdienst 2025 beginnen, souverän eröffnet von Juliana und Paulina, die darüber philosophierten, wie schnell doch die Zeit vergangen ist, und das Thema vorgaben: „Was zählt“ – Was zählt im Leben? Reichtum, Sicherheit, Erfolg, Familie, Freunde, Gesundheit oder der Genuss? Im Eingangsteil kamen viele Ideen und Meinungen zur Sprache, wenngleich die Bedeutung von Familie und Freunden unstrittig war. Menschen brauchen Gemeinschaft, sonst wird´s nichts mit dem Glücklichsein. Und wie einsam ein Mensch werden kann, der seinen Fokus allein aufs Geld legt, zeigte anschauliche die als Anspiel aufbereitete Geschichte von Zächaus. Der kleine Oberzöllner hatte es sich nämlich zur Gewohnheit gemacht, seinen Mitmenschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne zu merken, wie sehr er sich damit selbst isolierte und immer mehr ins Abseits geriet. Erst als Jesus bei ihm einkehrte und ihn den Wert von Gemeinschaft spüren ließ, begriff er seinen Fehler und versprach, nicht nur das ergaunerte Geld vierfach zurück zu zahlen, sondern die Hälfte seines Besitzes den Armen zu geben.

Und so wie Zachäus, so machten es im Anschluss auch die Konfis: Von den rund 4000 Euro, die sie bei der Christbaumaktion erwirtschaftet hatten, spendeten sie 2000 Euro an das Kinder-Hilfswerk UNICEF der Vereinten Nationen zur Linderung der Not im komplett zerstörten Gaza-Streifen und dem kriegsgebeutelten Sudan. Rainer Ringelstein von UNICEF Mannheim nahm den symbolischen Scheck entgegen und dankte herzlich für das große Engagement. Die restlichen 2000 Euro verbleiben in unserer Gemeinde zugunsten der KU- und Jugendarbeit.

Im Anschluss an Fürbitten und Vaterunser gab´s dann mit „Amen“ noch einmal den Elternchor zu hören, der unterstützt von Mitgliedern des Gospelchores „Rainbow“ drei beschwingte Stücke zum Besten gab. Danach waren alle zum Empfang ins Gemeindehaus eingeladen, wo neben Sekt & Selters frisch gebackene Blätterteigstückchen zur Stärkung gerichtet waren. Nur die Konfis mussten sich noch etwas gedulden: Erst stand das Pressefoto zur Spendenübergabe auf dem Programm, danach auf der Kirchentreppe noch das offizielle Konfifoto. Aber so ist das nun mal, wenn man zu den Hauptpersonen gehört.

Die Evangelische Kirchengemeinde ist stolz auf ihre Konfirmandinnen und Konfirmaden und dankt für den wunderbaren Gottesdienst. Es war einfach schön wie facettenreich Henri den Zachäus mimte oder wie reflektiert Lea, Larissa und Michelle ihre Predigtgedanken formuliert und vorgetragen haben. Wobei es eigentlich ungerecht ist, einzelne Konfis hervorzuheben, da an diesem Tag alle Konfis wie der kleine Zachäus über sich hinausgewachsen sind.

Danke auch an die Mitglieder des Elternchores und des Gospelchores unter der Leitung von Michael Leibfried, unseren Organisten Henning Scharf, den Teamern für die Vorbereitung, Frau Schober für das Blätterteiggebäck, dem Empfangsteam im Gemeindehaus und allen, die sonst noch mit angepackt haben. 


Donnerstag, 6. Februar 2025

Gönnt Euch was!

Sich selber was Gutes zu gönnen, ist wichtig. Sonst laugt man aus. Genauso wichtig aber ist es, dass wir einander Gutes gönnen, auch wenn uns selbst das Gute in dem Moment vergönnt ist. Sonst kippt die Stimmung.

Mir wird das immer wieder bei der Arbeit mit Kindern bewusst, wenn es darum geht, Aufgaben oder Rollen zu verteilen. Regelmäßig hakt es bei der Frage: „Warum darf der das und nicht ich?“. Selbst wenn ein Kind etwas gar nicht möchte, kann es passieren, dass es die ungeliebte Aufgabe einem anderen neidet: „Warum darf die schon wieder den Morgensegen sprechen?“ – „Willst Du es denn?“ – „Nö!“. Das Prinzip ist immer dasselbe: Wehe, es kommt einer zu gut weg. Nicht selten sind die größten Störer am schnellsten dabei, die Fehler anderer in der Erwartung zu verpetzten, dass die gefälligst auch einen auf den Deckel bekommen. Es ist zum Mäuse melken! Dabei könnte das Miteinander so entspannt sein.

Aber mache ich es anders? Als Erwachsener halte ich meine Zunge besser in Zaum, aber die Frage „warum der und nicht ich?“ kenne ich nur zu gut – z.B. mit Blick darauf, wie es sein kann, dass der Gast am Nachbartisch, obwohl er nach mir kam, schon den Salat gebracht bekommt, während ich noch auf mein Getränk warte!“. Oder wenn ich sehe, wie jemand Dank und Würdigung für eine Arbeit erfährt, die ich nach eigenem Ermessen viel besser und länger erfülle, ohne jemals eine besondere Anerkennung erhalten zu haben. Das fühlt sich „ungerecht“ an und macht echt miese Laune.

In dem Gleichnis von den „Arbeitern im Weinberg“ erzählt Jesus davon, wie ein Weinbergbesitzer (= Gott) jedem Arbeiter den gleichen guten Lohn zahlt, egal wie lange er für ihn gearbeitet hat. Und auch da gibt es mächtig Knatsch: Die Arbeiter mit den meisten Stunden auf dem Buckel erhalten zwar den vereinbarten Lohn, wollen aber nicht akzeptieren, dass die anderen genauso viel bekommen. „Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will?“ fährt der Weinbergbesitzer dem Protestführer in die Parade – und setzt noch eine Frage drauf: „Siehst Du so scheel drein, weil ich so großzügig bin?“ Damit endet Gleichnis. Eine Antwort gibt es nicht. Denn die Frage, ist die Frage an uns: Warum missgönnen wir anderen ihr Glück?

Und was sagen unsere Jugendlichen?

Beim ökumenischen Konfitag am 25. Januar 2025 haben sich Konfis, Firmlinge und Ministranten intensiv mit dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg beschäftigt. Einige bereiteten es als Anspiel vor, andere schrieben einen Dialog, in den sie ihre Meinungen zum Verhalten des Weinbergbesitzers einfließen ließen. Die Ergebnisse wurde abends beim ökumenischen Jungendgottesdienst um 18 Uhr in der Evangelischen Kirchen vorgetragen. Für mich als Pfarrer war es dabei spannend zu hören, wie gut die Jugendlichen begriffen hatten, worum es Jesus mit dem Gleichnis ging, aber dennoch viel Verständnis für die Protestierenden formulierten – und damit die Aufmerksamkeit auf einen wichtigen Punkt lenkten: Es reicht eben nicht zu sagen „Gönnt Euch was!“, wenn das Rechtsempfinden gestört ist. Anderen etwas zu gönnen, ist leicht, solange es mir selber gut geht und ich an Wertschätzung keinen Mangel habe. Aber aus dem Gefühl der Benachteiligung heraus ist das nicht möglich, schon gar nicht wenn mir jemand aus einer scheinbar moralisch höheren Position die Gönnerlaune vorschreiben will. Das macht meine Laune noch schlimmer.

Gefühle und Empfindungen sind nun mal wie sie sind. Mit dem erhobenen Zeigefinger ist da nichts zu wollen. Dann lieber mal so stehen lassen und überlegen, ob sich Spannungen nicht auf anderen Wegen lösen oder lockern lassen. Manchmal hilft ja schon eine kleine Geste oder wertschätzende Aufmerksamkeit – etwa in der Form, wie sie unsere Teamerinnen und Teamer zusammen mit Konfi-Mutter Nicole Schober am Vormittag vorbereitet hatten: Getreu dem Motto „gönnt Euch was“ gab´s nach dem Gottesdienst für alle Besucherinnen und Besucher köstliche Blätterteigtaschen sowie Sekt & Selters (+ Apfelschorle) im Gemeindehaus. Herzlichen Dank für diesen leckeren Beitrag.

Und herzlichen Dank auch und vor allem an die „Chor-Werkstatt“ unter der Leitung von Joachim Dallinger, die den Jugendgottesdienst wie schon im letzten Jahr mit schmissigen Liedern begleitet und belebt hat. Vor allem das Motto-Lied: „Weite Räume meinen Füßen“ hat richtig Laune gemacht und eine Ahnung von der befreienden Kraft des Glaubens vermittelt.